Auslöser
Der Switch-Moment.
Ich finde das Claude- und Gemini-Ökosystem beide stark. Deep Research mit Gemini, Writing und agentisches Arbeiten mit Claude, Sprachausgabe wieder mit Gemini. Das Problem: Ich habe ständig zwischen Tabs gewechselt. Kontext kopiert. Ergebnisse manuell zusammengeführt.
Das war nicht nur Reibung. Das war ein Designproblem. Zwei gute Systeme, aber keines konnte alles. Und keines wusste, was ich im anderen gerade gemacht hatte.
Mein Ziel war das Beste aus zwei Welten. Plus das, was mir noch gefehlt hat.
Was fehlte
Vier Lücken.
Ein Review-Modus für lange Texte
Wenn du ein 20-Seiten-Konzept oder eine ausgearbeitete Strategie hast, ist Feedback über ein Prompt-Feld praktisch unmöglich. Du brauchst eine Oberfläche, in der du den Text liest, kommentierst und die KI gezielt auf Abschnitte ansetzt. Das habe ich selbst gebraucht und selbst gebaut.
Eigene Asset-Produktion
Nicht nur Text raus, sondern Präsentationen, Bilder, Audio, Office-Dokumente. Direkt im Chat, versioniert, editierbar. 21 Werkzeuge an einem Arbeitsplatz.
Inline YouTube-Analyse
Ich schaue viel Fach-Content. Transkripte durchsuchen, Kernaussagen extrahieren, Zeitstempel verlinken. Das konnte kein bestehendes Tool so, wie ich es brauchte.
Datenschutz, der mitdenkt
Bevor eine Nachricht rausgeht, prüft das System auf personenbezogene Daten. E-Mail-Adressen, IBANs, Steuer-IDs, Telefonnummern. Nicht als nachgelagertes Feature, sondern eingebaut. Bis hin zur Air-Gapped-Variante ohne externe APIs.
These
Weniger Optionen, mehr smartes Agieren.
Die meisten KI-Tools geben dir Dutzende Buttons und Menüs. Hier ein Tool für Bilder, da eins für Recherche, dort eins für Code. Du musst wissen, was du brauchst, bevor du anfängst.
Ich wollte es andersrum. Das System soll selbst erkennen, wo es sinnvoll ist, Werkzeuge einzusetzen. Wenn du eine Frage stellst, die Recherche braucht, startet es die Recherche. Wenn dein Text ein Bild braucht, generiert es eins. Wenn du Grounding an aktuellen Quellen brauchst, holt es sich die Daten.
Die KI entscheidet autonom, welche Tools sie nutzt. Aber sie entscheidet nicht über deine Daten, deine Ergebnisse oder deine Arbeitsrichtung.
Das ist die These: Agentische Chat-Systeme brauchen eine Abstraktionsschicht, die selbst erkennt, wann Deep Research, wann Canvas, wann Artifact sinnvoll ist. Weniger Optionen für den Menschen. Mehr smartes Agieren im Hintergrund.
Heute
Was es heute ist.
Als KI-Berater muss ich verstehen, wie agentische Systeme funktionieren. Nicht aus Blogposts, sondern aus eigener Entwicklung.
Showcase. Die Plattform zeigt, was möglich ist, wenn man KI-Systeme konsequent zu Ende denkt. 20+ integrierte Werkzeuge plus spezialisierte Experten, die sich wie echte Fachkollegen verhalten — sie bringen Kontext, Methodik und eigene Skills mit und helfen im Dialog besser als ein generischer Chat. Dazu ein Artifact-System für HTML, Code, Bilder, Audio und Dokumente. Alles versioniert, alles editierbar.
Lernprojekt. Jede Zeile Code hat mein Verständnis für agentische Systeme vertieft. Tool-Orchestrierung, Prompt-Architektur, Memory-Systeme, MCP-Integration. Dieses Wissen fließt direkt in meine Beratung.
Begleittool. Viele Unternehmen, die ich begleite, stehen am Anfang. Sie haben sich noch nicht für ein Ökosystem entschieden. Oder nutzen nur oberflächliche Features. Ich bringe mein Tool mit in die Begleitung. Es kann direkt auf das Unternehmen angepasst werden: eigenes Branding, eigene Domain, eigene Feature-Konfiguration.
Status
Wie es weitergeht.
build.jetzt ist bisher ein Solo-Projekt. Ich habe es alleine entworfen, entwickelt und deployed. Next.js, TypeScript, Vercel AI SDK, Neon Postgres. Der Stack ist produktionsreif, die Architektur ist auf Multi-Instanz ausgelegt.
Ob daraus mal ein Produkt wird, ist offen. Was sicher ist: Die Entwicklung selbst ist der Wert. Für mein Verständnis, für meine Beratung, und für die Unternehmen, die heute schon damit arbeiten.
Ich baue alleine, bin aber offen für Austausch mit Entwicklern, Designern und Product-Leuten, die ähnliche Fragen umtreiben.
build.jetzt
ausprobieren.
Die Plattform läuft als geschlossene Beta. Wenn du sie sehen oder im eigenen Kontext einsetzen willst, schreib mir. Zugang läuft über Freischaltung.